Das Phänomen ist schon lange bekannt, die Preise für Berliner Wohnungen und Immobilien steigen und steigen und nach oben hin scheint es keine Grenze zugeben. So liegt Berlin weltweit an erster Stelle, was das Wachstum der Kosten für Wohnungen und Immobilien anbelangt und das mit großem Vorsprung.

Der Berliner Wohnung- und Immobilienmarkt

In dieser Studie, die in London gemacht wurde, liegt das Wachstum der Preise für Wohnungen und Immobilien bei 20,7 Prozent im Vergleich zu den Preisen vor einem Jahr. Mit dieser Wachstumsrate ist Berlin weit vor Städten wie Hongkong, London und Paris. Seit dem Jahr 2004 sind die Preise um 120 Prozent gestiegen. Das heißt, der Sprung auf Platz eins als eine Stadt der höchsten Immobilienpreise hat sich schon lange abgezeichnet. Aber was ist der Grund für das enorme Wachstum der Preise für Wohnungen und Immobilien in Berlin? Speziell für Studenten, Sprachschüler und Arbeitnehmer, die neu nach Berlin ziehen möchten, sind diese Preise ein enormes Hindernis.

Gründe für den Anstieg der Kosten auf dem Immobilienmarkt in Berlin

Die Erklärungen für das rasche Ansteigen der Kosten am Wohnmarkt in Berlin sind vielseitig. Gründe dafür sind zum Beispiel das starke und vor allem rasche Wachstum der Bevölkerung in Berlin. Auch die Wirtschaftslage, die sich in den letzten Jahren immer mehr stabilisiert hat, und die niedrigen Zahlen der Arbeitslosigkeit sind ein Grund für den raschen Preisanstieg.

Berliner Immobilien Verkauf an ausländische Käufer

Außerdem ist das Interesse von ausländischen Investoren und Käufern wachsend. Das treibt natürlich die Preise des gesamten Immobilienmarktes in Berlin in die Höhe. Gut für die, die ihre Berliner Immobilien verkaufen möchten. Diese ausländischen Käufer investieren ihr Kapital in Wohnungen und Gebäude in Berlin und wähnen ihr Kapital somit sicher angelegt. So ist zum Beispiel der US-Amerikaner und Milliardär Warren Buffet vor einiger Zeit bei einem der Top-Immobilienmakler in Berlin eingestiegen.

Die Preisspirale wächst

Der Boom, dass ausländische Investoren ihr Geld in Berlin investieren, wurde außerdem durch billige Kredite angeheizt. Es wird bereits gewarnt, dass diese Art Preisblase bald platzen könnte. Die Bundesbank schrieb in einem Bericht, dass die Preise für Immobilien in Deutschland um bis zu 30 Prozent überteuert sind und in Berlin beläuft sich diese Überteuerung sogar auf bis zu 35 Prozent. Das ist vor allem ein Hindernis für Arbeitnehmer, Sprachschüler und Studenten, die sich in Berlin – und sei es nur für kurze Zeit – niederlassen möchten. Vor allem für diese Menschen stellen diese enorm hohen Preise ein Problem dar.

Was bringt die Überarbeitung der Grundsteuer?

Auch die neue Regelung der Grundsteuer wird ein Grund dafür sein, warum die Preise der Mieten und Kaufpreise für Immobilien in Berlin auch in Zukunft weiter ansteigen. Es besteht das Problem, dass sich die momentane Grundsteuer für Grundstücke nach einer veralteten Berechnung richtet. Die infrastrukturellen Veränderungen haben jedoch dazu geführt, dass viele Grundstücke heute wesentlich wertvoller sind als noch vor 50 Jahren.
Bis 2019 gibt es nun eine Frist diese Einheitswerte neu zu berechnen. Vor allem in Berlin ist das ein Brennpunkt, denn die Einheitswerte der Grundsteuer in Ost und West verursachen eine Verzerrung der Steuer auf Immobilien. In West-Berlin wurde die Werte das letzte Mal 1964 durchgeführt, im Osten von Berlin das letzte Mal 1935. Normalerweise sieht das Gesetz eine Wertanpassung alle 6 Jahre vor. Die Anpassung der Grundsteuer wird von den Grundstücks- und Hauseigentümern mit hoher Wahrscheinlichkeit auf die Mieter umgelegt werden.

Auch das immer weniger werdende Bauland in Berlin ist ein Problem und ein Grund dafür, warum die Kosten für Immobilien in der Hauptstadt immer weiter steigen. Der Handel ist sehr rege und es ist kein Ende des Booms in Sicht. Die Preise für den noch übrig gebliebenen Boden steigen und steigen. Deshalb werden auch die Preise für neugebaute Wohnungen immer teurer in der Hauptstadt. Um die unbebauten Flächen ist schon längst ein Konkurrenzkampf ausgebrochen. Flächen, die für den Bau von gewerblich genutzten Immobilien verwendet werden, sind ein Grund für die Verteuerung am Wohnmarkt. Schuld für den Bau dieser gewerblichen Immobilien ist die derzeitige stabile Wirtschaftslage in Berlin.

Wie finde ich als Zugezogener eine bezahlbare Unterkunft?

All diese Gründe machen es fast unmöglich, noch leitbares Wohnen in Berlin zu ermöglichen. Die bisherigen politischen Maßnahmen wie das Quartiersmanagement zeigen nur punktuell Wirkung. Es sind dringend weitere staatliche Regelungen erforderlich, um das Steigen der Immobilienpreise ein wenig einzudämmen und somit auch das leitbare Wohnen noch bzw. wieder möglich zu machen. Der Kauf von Einfamilienhäusern ist fast unmöglich geworden – der Preis pro Quadratmeter liegt mittlerweile bei 7000 € in der Innenstadt. Aufgrund dieser hohen Grundstückspreise ist es unmöglich, auf solchen Gründen Mietshäuser zu bauen, mit Mieten, die für normale Familien leistbar sind. Vor allem die Innenstadt Berlins ist mittlerweile ein Pflaster für Luxus und die High-Society.

Um diese Hürden zu überwinden, ist es unbedingt zu empfehlen schon lange vor dem geplanten Umzug nach Berlin mit der Wohnungs- bzw. Immobiliensuche zu beginnen, um eine Wohnung mit einem bezahlbaren Preis zu finden. Viele Sprachschulen bieten ihren Kursteilnehmern gleich eine Unterkunft mit an oder geben zumindest Hilfestellungen, wo noch Wohnungen frei sein könnten. Eine andere Lösung kann eine Gastfamilie sein, bei der man während des Kurses für wenig Geld wohnen kann. Das kann außerdem den Vorteil haben, dass die neuen Sprachkenntnisse gleich praktisch angewandt werden können. Doch nicht jede Sprachschule bietet diesen Service mit an.

Als Tipp für alle Menschen, die gerne nach Berlin ziehen würden, kann nur gesagt werden, dass unbedingt frühzeitig mit der Suche einer Wohnung in Berlin begonnen werden sollte und dass man sich am besten auf Wohnungen außerhalb des Zentrums der Stadt bzw. in der Innenstadt wie Spandau, Marzahn oder Köpenick konzentriert. Dort ist meist nicht nur das Wohnklima angenehmer, sondern auch die Preise sind noch bezahlbar im Vergleich zur Innenstadt. Dank der gut ausgebauten Infrastruktur dauert die Verbindung ins Zentrum meist nur eine halbe Stunde.